Wiesbaden, die hessische Landeshauptstadt, gehört zu den attraktivsten Wohnstandorten im Rhein-Main-Gebiet. Mit rund 283.000 Einwohnern, historischer Bäderarchitektur und einer exzellenten Lebensqualität zieht die Stadt Familien, Beamte und Gutverdiener gleichermaßen an. Doch wie entwickeln sich die Immobilienpreise 2026?
Marktüberblick Wiesbaden 2026
Der Wiesbadener Immobilienmarkt zeigt sich 2026 robust. Die Durchschnittspreise für Einfamilienhäuser liegen bei 4.500–7.000 €/m², Eigentumswohnungen bei 3.800–6.500 €/m². Die Mietpreise bewegen sich zwischen 11 und 16 €/m². Im Vergleich zu Frankfurt sind die Preise etwa 15–25% günstiger, was Wiesbaden für viele Käufer besonders attraktiv macht.
Preise nach Stadtteilen
Die Preisunterschiede zwischen den Wiesbadener Stadtteilen sind erheblich:
- Sonnenberg & Nordost: Premium-Lagen mit 6.000–8.000 €/m² für Häuser. Villengebiete mit Blick auf den Taunus.
- Innenstadt & Westend: 5.000–7.000 €/m² für Wohnungen. Gründerzeit-Altbauten besonders gefragt.
- Biebrich & Schierstein: 4.000–5.500 €/m². Rheinnahe Lagen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Bierstadt & Erbenheim: 4.500–6.000 €/m². Familienfreundliche Stadtteile mit guter Infrastruktur.
- Dotzheim & Klarenthal: 3.500–4.800 €/m². Günstigere Lagen mit Entwicklungspotenzial.
Preisentwicklung 2020–2026
Die Wiesbadener Immobilienpreise haben seit 2020 eine bewegte Entwicklung durchlaufen. Bis 2022 stiegen die Preise um durchschnittlich 8–12% pro Jahr. Die Zinserhöhungen 2022/2023 führten zu einer Korrektur von etwa 5–10%. Seit Mitte 2025 stabilisieren sich die Preise wieder, mit einem leichten Aufwärtstrend von 2–3% pro Jahr.
Einflussfaktoren auf den Wiesbadener Markt
- Landeshauptstadt-Effekt: Ministerien, Behörden und Landeseinrichtungen sorgen für stabile Nachfrage durch Beamte und Angestellte.
- Pendlerstadt: Hervorragende Anbindung nach Frankfurt (S-Bahn, Regionalbahn) macht Wiesbaden attraktiv für Frankfurt-Pendler.
- Lebensqualität: Kurstadt-Flair, Thermalquellen, Neroberg und Rheinufer bieten hohe Wohnqualität.
- Begrenztes Angebot: Wenig Neubauflächen in den begehrten Innenstadtlagen treiben die Preise.
Prognose 2026/2027
Für 2026 und 2027 erwarten Experten eine moderate Preissteigerung von 2–4% in Wiesbaden. Die anhaltend hohe Nachfrage, das begrenzte Angebot und die stabile Wirtschaftslage stützen den Markt. Besonders in den Premium-Lagen Sonnenberg und Nordost sind weitere Preissteigerungen wahrscheinlich.
Fazit
Wiesbaden bleibt ein attraktiver und stabiler Immobilienmarkt. Für Verkäufer bietet die aktuelle Marktlage gute Chancen, einen fairen Preis zu erzielen. Eine professionelle Bewertung durch einen DEKRA-zertifizierten Sachverständigen ist dabei unerlässlich, um den optimalen Angebotspreis zu ermitteln.
Über den Autor

Ajmal Jaweed

Geschäftsführer der ImmoInvest24 GmbH & DEKRA-zertifizierter Sachverständiger
Ajmal Jaweed verfügt über mehr als 14 Jahre Erfahrung in der Immobilienbranche im Rhein-Main-Gebiet. Als DEKRA Standard Sachverständiger für Immobilienbewertung (Stufe D2) verbindet er fundierte Marktkenntnisse mit zertifizierter Bewertungskompetenz.
DEKRA Sachverständiger D2
14+ Jahre Immobilienerfahrung
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